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WohnData
Natur, Klima und Gelände

Das Klima am Wohnort: Was die langjährigen Werte zeigen

Stand: 29. September 2026

Wie warm, regenreich oder sonnig war es an einem Ort über viele Jahre hinweg? Dafür verwendet WohnData Klimadaten des Deutschen Wetterdienstes aus dem Zeitraum 1991–2020. Sie erleichtern den Vergleich zwischen Regionen. Für die Wärme im Schlafzimmer sind zusätzlich Verschattung, Gebäude und Lüftungsmöglichkeiten wichtig.

Warum WohnData einen Zeitraum von 30 Jahren nennt

Die grundlegenden DWD-Klimakennzahlen in WohnData beziehen sich auf die Referenzperiode 1991–2020. Dabei werden viele Jahre zusammen betrachtet, damit ein einzelner ungewöhnlich heißer Sommer oder nasser Winter die Einordnung nicht allein bestimmt. Den Umgang mit langjährigen Referenzperioden erläutert der DWD-Klimastatusbericht 2020.

Die Werte beschreiben diesen historischen Zeitraum. Sie fassen weder die letzten zwölf Monate zusammen noch sagen sie das Klima der kommenden Jahrzehnte voraus. Eine langfristige Wohnentscheidung sollte deshalb nicht auf der Annahme beruhen, dass diese Bedingungen unverändert bleiben.

Das Erstellungsdatum Ihres Berichts ändert den Bezugszeitraum der Daten nicht. Ein heute erstellter Bericht macht aus einer Klimanormalperiode keine aktuelle Wetterbeobachtung.

Welche Frage die einzelnen Kennzahlen beantworten

Die Jahresmitteltemperatur beschreibt das mittlere Temperaturniveau über das Jahr. Sie zeigt nicht, wie hoch einzelne Spitzen ausfallen oder wie stark eine Wohnung nachts abkühlt. Zwei Orte mit ähnlichem Jahresmittel können unterschiedliche Sommer- und Winterverläufe haben.

Der Jahresniederschlag beschreibt eine Wassermenge über ein Jahr, üblicherweise in Millimetern. Ein Millimeter entspricht einem Liter je Quadratmeter. Die Jahressumme verrät nicht, ob sich der Regen gleichmäßig verteilt oder in wenigen kräftigen Ereignissen fällt. Deshalb lässt sich aus einer niedrigen Jahressumme keine geringe Starkregengefährdung ableiten.

Die Sonnenscheindauer gibt Sonnenstunden für den betrachteten Zeitraum an. Sie ist keine Messung der direkten Besonnung Ihrer Fenster oder Ihres Balkons. Dafür spielen unter anderem Ausrichtung, Nachbargebäude, Bäume und die Jahreszeit eine Rolle.

Heiße Tage sind nach der DWD-Definition Tage mit einer maximalen Lufttemperatur von mindestens 30 °C. Eine langjährige durchschnittliche Anzahl ist keine Vorhersage, wie viele solche Tage das nächste Jahr haben wird.

Frosttage werden über eine minimale Lufttemperatur unter 0 °C definiert. Das ist etwas anderes als ein ganzer Tag mit Temperaturen unter dem Gefrierpunkt. Die Definition steht in der DWD-Datensatzbeschreibung zu Frosttagen.

Ein regionales Raster ist kein Thermometer vor der Haustür

WohnData führt die Quellen auf seiner 100 × 100 Meter großen Auswertungseinheit zusammen. Dadurch erhalten gröbere Klimadaten keine zusätzliche örtliche Messgenauigkeit. Benachbarte Adressen können denselben regionalen Ausgangswert haben.

Innerhalb einer Stadt können sich die Bedingungen trotzdem unterscheiden. Eine versiegelte Fläche, ein begrünter Innenhof und eine offene Lage sind nicht allein durch das regionale Temperaturmittel beschrieben. Darum behandelt WohnData die örtlichen Hitzehinweise und die städtische Wärmeinsel zusätzlich. Der Ratgeber zu Hitze und Stadtklima erklärt, warum Lufttemperatur, Oberflächentemperatur und Wärmeinsel-Effekt getrennt gelesen werden müssen.

So verwenden Sie den Deutschland-Vergleich

Eine relative Einordnung hilft zu erkennen, ob ein Wert im verwendeten Vergleich eher hoch oder niedrig liegt. Daraus folgt keine allgemeine Bewertung als gute oder schlechte Wohnlage. Mehr Sonnenschein kann Ihren Vorlieben entsprechen, ersetzt aber keinen Blick auf den sommerlichen Wärmeschutz der Wohnung.

Bei zwei Angeboten lohnt sich eine feste Reihenfolge:

  • Vergleichen Sie dieselbe Kennzahl mit demselben Bezugszeitraum.
  • Prüfen Sie danach die örtlichen Faktoren wie Baumbestand, Bebauung und Ausrichtung.
  • Fragen Sie bei der Besichtigung nach Sonnenschutz und den tatsächlichen Lüftungsmöglichkeiten.
  • Betrachten Sie Starkregen mit seinen eigenen Grundlagen.

Die Methodik nennt die Bezugszeiträume und erläutert die Verarbeitung der Klimadaten.

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Der Wohnlagen-Check startet in Kürze. Wie ein vollständiger Bericht aussieht, zeigt der Beispiel-Vollreport.


Alle Angaben dienen der Information und sind kein Gutachten. Für verbindliche Entscheidungen sind die amtlichen Quellen maßgeblich. Mehr dazu unter Methodik & Grenzen der Daten.